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Mein Name ist Diana Ivanova Dietrich.
Ich lebe in Bad Bodendorf und arbeite im Ahrtal und in Bonn.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Menschen – ihre Geschichten, ihre Stimmen und ihre Körper. Ich arbeite mit Schreiben, Gesang, Gruppen und Erinnerung. Seit einigen Jahren beschreibt das Wort traumasensibel am besten, was meine unterschiedlichen Tätigkeiten verbindet.
Ich bin Autorin, Gruppentherapeutin, Trauma-Yoga-Therapeutin (TSY), Journalistin und Kuratorin. Ich unterrichte Integrales Yoga und Traumasensibles Yoga (TSY), leite Gesangsworkshops (Bulgarische und Balkanlieder, Small Songsund Heilsames Singen), begleite Selbsterfahrungsgruppen und entwickle Kulturprojekte an der Schnittstelle von Erinnerung, Gemeinschaft und Heilung.
2023 erschien mein Buch
„Das Ahrtal des Mitgefühls. 89 Fragmente aus dem Leben nach der Flut“.
Ich glaube an einen langsamen, reflektierenden Journalismus. Ich schreibe nicht aus der Distanz, sondern aus der Beziehung zu dem, was ich beobachte. Meine eigene Subjektivität ist Teil des Textes. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ist das für mich der einzige Weg, authentisch zu schreiben.

Den Kern meiner Arbeit verstehe ich als Memory Work. In den vergangenen Jahren habe ich Projekte in Bulgarien, Deutschland und Kuba entwickelt und begleitet, die sich mit Erinnerung, kollektiver Erfahrung und gesellschaftlicher Transformation beschäftigen.
Von 2005 bis 2021 war ich Ko-Kuratorin und Leiterin des internationalen GOATMILK MEMORIES FESTIVAL im bulgarischen Dorf Gorna Bela Rechka. Dort habe ich erfahren, wie Kunst, traditionelle Kultur und gemeinsames Erinnern Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringen können – und wie kulturelle Arbeit dazu beitragen kann, Vergangenheit zu verstehen und Gegenwart gemeinsam zu gestalten.
Die Stimme ist eines meiner wichtigsten Arbeitsmittel. Ich arbeite interdisziplinär und verbinde Elemente aus Gruppenanalyse, traumasensibler Körperarbeit, Journalismus, künstlerischer Praxis und Kulturarbeit. Meine Ausbildung in Gruppenanalyse absolvierte ich von 2008 bis 2014 bei der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse (IAG) in Altaussee.
Mich beschäftigen Fragen nach der Macht der Vergangenheit, nach individuellem und kollektivem Trauma, nach Erinnerung und Mitgefühl, nach Frauen, Migration und neuen Formen von Gemeinschaft. Immer wieder interessiert mich dabei dieselbe Frage: Wie können Menschen wieder in Beziehung kommen – zu sich selbst, zu anderen und zu ihrer Geschichte?